Nicht umsonst hat sich das Apportiertraining zu einer beliebten Hundesportdisziplin entwickelt: es bietet weit mehr als blosse Beschäftigung des Hundes. Es fordert Kondition, Reaktionsbereitschaft, Schnelligkeit, aber auch die Intelligenz des Hundes, der zu einem gewissen Grad auch selbständig Entscheide fällen soll. Gerade das Führen des Hundes in anspruchsvollem Gelände und beachtlicher Distanz – je nach Ausbildungsstand – erfordert echtes Teamwork.

Apportiertraining macht meinen Hunden Spass, weil ...

... ihnen das Apportieren im Blut liegt. Für einen Retriever ist der Apportiersport die Arbeit, welche seinem Bedürfnis vollständig gerecht wird. Die Retriever – es gibt 6 Rassen, welche dieser Rassegruppe angehören – wurden seit jeher für ihre jagdliche Eignung, für die Apportierarabeit mit Kleinwild, gezüchtet. Das Apportieren ist jedem Retriever sozusagen in die Wiege gelegt worden.

... die Teamarbeit die Ausbildung erst richtig spannend macht. Das Team löst gemeinsam eine Aufgabe. Dadurch wird die Bindung zwischen Hund und Hundeführer gefestigt.

... wir in wechselndem Gelände arbeiten: auf der coupierten Wiese, durch Hecken, in Böschungen, im Kiesbett eines Bachs, im Wald, im Waldlichtungen, in steilen Hängen, über fliessende und stehende Gewässer. Wir arbeiten im Flachland, im Sommer aber auch im wunderschönen alpinen Gelände, zum Beispiel im Gasterental.

... dauernde Abwechslung und Kreativität im Training dazu führt, dass es ihnen nie langweilig wird.

Erlebe die Freude und den Stolz in den Augen deines vierbeinigen Freundes, wenn er eine Aufgabe mit Erfolg bewältigt hat. Erlebe das Glück, wenn dein Hund sich nach dem Training zu Hause auf seiner Decke zusammenrollt und die Augen schliesst, um vom nächsten Training zu träumen.

Jagdliche Ausbildung von Retrievern

Ausbildung des Jagdhundes: Die jagdliche Arbeit des vierbeinigen Jagdbegleiters ist das Apportieren von geschossenem Niederwild (zum Beispiel gefiedertes Wild oder Kaninchen) in die Hand des Jägers. Die Retriever Rassen eignen sich besonders gut für diese Arbeit, die sowohl Teamarbeit, als auch Selbständigkeit erfordert. Training in der jagdfreien Zeit erfolgt unter Verwendung von Dummys, das heisst Wildersatz. Während der Ausbildung wird der jagdlich geführte Hund dann auch mit Kaltwild (totes Wild) und Warmwild (auf der Jagd geschossenes Wild) zu arbeiten lernen.

Nayra WT19 OberwWer Freude hat, auf ein Ziel hin zu arbeiten, startet mit seinem Hund an einen Working Test. Diese Prüfungen werden vom Retriever Club Schweiz RCS durchgeführt. Startberechtigt sind alle Retriever mit FCI Papieren. In der Schweiz werden jedes Jahr ca. 6 – 8 Prüfungen ausgeschrieben. Weitere Informationen erhältst du im Training und auf der Webseite der RCS auf www.retriever.ch.

Bei mir sind alle Teams herzlich willkommen, auch ohne Prüfungsambitionen. Priorität hat der Spass, im Team mit dem Hund etwas zu erarbeiten! 

Foto: Working Test, Nayra wird an einem Working Test zu einem Blind eingewiesen. (c) Kurt Schumacher.